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Geschichte

Die Geschichte des Memorial Museum Passchendaele 1917 hat ihre Anfänge im Jahr 1987. Zwischen dem 12. Juli und dem 23. August 1987 wird in der Gemeindeschule von Passendale zum ersten Mal eine Ausstellung zur Dritten Schlacht bei Ypern (1917) gezeigt. Die Ausstellung, mit nie zuvor gezeigtem Bildmaterial aus dem Imperial War Museum, lockt sogleich 9.000 Besucher an. Zusammen mit einer großen Feierlichkeit auf dem Tyne Cot Cemetery und battlefield tours über das Schlachtfeld von 1917, ist dies für die Region ein großer Erfolg.

Sofort werden Stimmen laut, die fordern, diesen Erfolg dauerhaft zu festigen. Die damalige Verwaltung stellt das Schloss von Zonnebeke, das 1980 angekauft worden war, zur Verfügung. Das Regionalmuseum befasst sich mit der Kriegsvergangenheit, aber das Interesse des Museums gilt ebenso der Augustinerabtei Zonnebeeke und dem lokalen Erbe. Anfang 1989 öffnet das Regionalmuseum seine Pforten.

Das Regionalmuseum findet zu Beginn regen Anklang bei den Besuchern. Bis Mitte 1990 lockt das Museum 7.000 bis 10.000 Besucher jährlich an. 1998 wird das In Flanders Fields Museum in Ypern eröffnet. Zusammen mit dem schwachen Profil im Bereich des Ersten Weltkriegs, was die eigentliche Stärke des Regionalmuseums ist, wirkt sich dies deutlich auf die Besucherzahlen aus. 2002 steht man vor der Wahl: Schließung oder gründliche Erneuerung.

Die Gemeinde entscheidet sich für die zweite Option und erarbeitet eine neue Museumspolitik. Als Konzept wählt man ein klassisches historisches Museum mit größtmöglicher Integration von Ausstellungsstücken und historischer Information. Das erneuerte Museum öffnet im April 2004 seine Pforten. Das erste Jahr ist sogleich ein Volltreffer. Das MMP1917 kann sofort 27.000 Besucher begrüßen. Die darauffolgenden Jahre sind weiterhin erfolgreich, was die Besucheranzahl betrifft. Diese Zahl erhöht sich jedes Jahr um ungefähr 10.000 Besucher. 2007 zählt das MMP1917 58.414 Besucher – eine Verdopplung innerhalb von drei Jahren!

In der Zeit nach der Öffnung arbeitet das Museum weiterhin am Ausbau der vier Museums-Basisfunktionen. Es wird viel Energie in die Öffentlichkeitsarbeit auf dem nationalen und internationalen Markt investiert. Dies resultierte innerhalb kurzer Zeit in einem Boom der Besucherzahlen.

2007 wird zum Schlüsseljahr in der Geschichte des MMP1917

2007 liegt das Hauptinteresse des MMP1917 bei den Gedenkfeierlichkeiten zu den 90 Jahren ‘Dritte Schlacht bei Ypern’. Das Gedenkjahr 2007 ist ein enormer Trumpf und bedeutet einen großen Mehrwert für die Region. Zonnebeke wird zu einem Begriff, und das zeigt sich auch bei den Besucherzahlen der kommenden Jahre, die sich auf ungefähre 60.000 Besucher jährlich einpendelt.

2008 wird das MMP1917 ein Regional Anerkanntes Museum. Außerdem gewann es bereits in diesem Jahr den Publikumspreis der flämischen Museen. Beides krönt die harte Arbeit, die dem während all dieser Jahre voranging.

2009 tritt das MMP1917 mit einem neuen, ehrgeizigen Plan hervor. Neben der Einrichtung eines Museumsgartens erweitert das MMP1917 den heutigen dug out um ein neues, unterirdisches Museumsgebäude. Hierin wird die Dritte Schlacht bei Ypern näher erläutert. Es wird die Bedeutung des Geländes für die Gefechte und für die unterschiedlichen Nationalitäten behandelt, die an der Schlacht teilnahmen. In den Museumsgarten kommt ein Netzwerk rekonstruierter Laufgräben und Verstecke. Über eine Erinnerungsgalerie gelangt man zurück ins alte Gebäude. Die Gesamtlänge des Museumparcours wird auf 650 m verdoppelt. Die nötigen Mittel sind bereitgestellt, und im Oktober 2010 wurde mit den Arbeiten begonnen. Die Eröffnung des erneuerten Museums findet am 12. Juli 2013 statt.

Dank dem ‘Impulsfonds 100 Jahre Groote Oorlog’ lanciert die Gemeinde Zonnebeke daneben im Jahr 2010 den Masterplan The Legacy of Passchendaele. Das Projekt richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen, die das ehemalige Schlachtfeld in Zonnebeke und seine Hinterlassenschaften erkunden wollen. Das Projekt ist in drei Kernaktionen unterteilt: die Schaffung touristisch-rekreativer Routenstrukturen, Erschließung von 1.-Weltkriegs-Schauplätzen und die Erweiterung des Besucherempfangs. Konkret umfasst dies die Anlage dreier Fußwege, die Verdichtung des Fahrradnetzwerks, die Bereitstellung von Informationen auf dem Gelände, die Erschließung und Einrichtung des neben dem MMP1917 gelegenen Passchendaele Memorial Park und schließlich die Erschließung und Einrichtung von 1.-Weltkriegs-Erbe in und um den Polygon-Wald und bei einem Kommandobunker in Zandvoorde.